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Lab
Eiweißspaltende Enzyme, die in den Magenschleimhäuten von Wiederkäuern gebildet werden. Enthalten Chymosin und Pepsin. Für die Käseherstellung Gewinnung aus Kälbermägen, aber auch seit einigen Jahren wegen weltweiter Verknappung gentechnische Erzeugung über Mikroorganismen. Alternativ dazu gibt es mikrobielles Lab, das zum Beispiel aus Schimmelpilzen gewonnen wird. Diese Variante ist besonders für Veganer interessant. Labkäse ist neben Frischkäse die zweite Käsesorte. Entsteht aus Lab, einem Gerinnungsferment, das aus dem Labmagen von Kälbern gewonnen wird. Es werden jedoch auch Extrakte aus Pflanzen oder von Bakterien gentechnisch gebildetes Lab zur Käseherstellung verwendet.
Verwendung:
Wird bei der Süßmilch-Käseherstellung - zum Beispiel für Weichkäse, Schnitt- und Hartkäse - zur Molkeabtrennung eingesetzt.
Konventionelle Produkte:
Lab aus Kälbermagen und ein gentechnisch erzeugtes Lab, das die gleichen Eigenschaften hat wie Kälbermagenlab. In Deutschland ist das Gen-Lab bisher noch nicht zugelassen. In folgenden Ländern wird es aber bereits eingesetzt: Australien, Skandinavien, Großbritannien, Belgien, Portugal, Schweiz sowie weiteren. Importierter Käse im konventionellen Handel kann damit hergestellt sein.
Biologische Produkte:
Die Verbändes des ökologischen Landbaus und der Naturkostfachhandel lehnen gentechnisch erzeugte Produkte grundsätzlich ab. Bio-Käse wird mit Kälberlab oder mikrobiellem Lab hergestellt.
Achtung:
Die Verwendung der genmanipulierten Stoffe muß nicht deklariert werden. Für den Käufer ist nicht ersichtlich, welche Käsesorten damit hergestellt wurden.
Lactat
Salz der Milchsäure.
Laktose
dt. Milchzucker. Kommt in der Milch von Säugetieren vor und besteht aus Glukose und Galaktose. Wird aus der bei der Käseherstellung anfallenden Molke gewonnen und dient häufig als Grundlage von Tabletten.
Landbutter
Butter, stammt vom Bauernhof und darf als einzige aus unerhitztem Rahm hergestellt werden.
Laos
ein frisch oder getrocknet gemahlener Wurzelstock mit pikant säuerlichem Duft und scharfem prickelndem Geschmack. In der indischen und indonesischen Küche beheimatet.
Latex
Milchsaft tropischer Pflanzen, aus dem Klebstoff, Gummierungen, Imprägnierungen gewonnen werden können. Bestandteil von Naturwaren-Matratzen. "Reines Naturlatex" bedeutet, daß ausschließlich natürliches Rohlatex zu den Schaumkernen verarbeitet wird ohne Anteile von synthetisch hergestelltem Latex. Synthetisch hergestellter Latex wird aus Erdöl-Raffinerieprodukten gewonnen, Naturlatex aus dem Harz von Gummibäumen, also aus nachwachsenden Rohstoffen.
Lavendel
wächst in Südeuropa und wird frisch oder getrocknet angeboten. Wird für Seifen, Kosmetika, als natürlicher Mottenschutz verwendet und paßt in vorsichtiger Dosierung auch zu Fleisch, Gemüse und Salat.
Leinöl
Öl aus den Samen der Leinpflanze. Es enthält besonders viel Linolensäure. Mit 54 Prozent enthält Leinöl mehr Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure) als jedes andere Öl oder Lebensmittel.
Gesundheit:
Leinöl verringert das herzinfarktfördernde LDL-Cholesterin, macht auch die Adern elastischer und senkt so den Blutdruck. Gleichzeitig verringert es die Neigung der Blutplättchen, sich zu verklumpen, und beugt damit gefährlichen Blutgerinnseln vor. Einen Großteil dieser positiven Wirkungen verdankt das Leinöl der Alpha-Linolensäure.
Sie gehört zur Gruppe der sogenannten Omega-3-Fettsäuren. Diese wurden berühmt, als dänische Forscher 1971 der Frage nachgingen, warum Eskimos so gesund sind, obwohl sie kaum Obst und Gemüse, dafür Unmengen an fettem Fisch verzehren. Fischfett enthält zwei Fettsäuren, die im Körper lebenswichtige Funktionen erfüllen, Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). Sie machen die Zellwände elastisch und dienen als Ausgangssubstanz für die Eicosanoide. Das sind Hormone, die vielfältige Funktionen im menschlichen Körper steuern. Rund 15.000 Studien befassten sich in den letzten 30 Jahren mit den beiden Fettsäuren und bestätigten, dass sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, sich auf entzündliche Erkrankungen wie Rheuma positiv auswirken können und das Wachstum von Krebszellen hemmen. Deshalb gilt Fisch als besonders gesund.
Herstellung:
Das Öl wird durch Heiß- oder Kaltpressung oder durch chemische Extraktion gewonnen.
Konventionelle Produkte:
Im konventionellen Bereich wird häufig die chemische Extraktion mit giftigen Substanzen eingesetzt. Es gibt auch hier kaltgepresste Öle. Die Rohstoffe stammen nicht aus kontrolliert-biologischem Anbau.
Biologische Produkte:
Werden über Kaltpressung gewonnen. Die Ölsaaten stammen überwiegend aus kontrolliert-biologischem Anbau.
Tip:
Leinöl hat nur eine kurze Lagerzeit und kann schnell ranzig werden. Der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren macht das Öl empfindlich. Einmal geöffnet, hält es nur drei Monate. Zum Kochen eignet sich Leinöl nicht, man gibt es jedoch oft zu fertig gegarten Gerichten. Mit seinem kräftigen, leicht harzigen Geschmack passt es zu Kartoffeln, Linsen oder Schafskäse.
Linsen
Flache runde Samen, getrocknet. Enthalten bis zu 24 Prozent Eiweiß. Reich an Eisen und Phosphor sowie an den Vitaminen A, B1 und B2. Die Sorten werden nach Größe und Farbe unterschieden. Anbau vorwiegend in der Türkei, Pakistan, Ägypten , Chile und Argentinien, aber auch in Italien (Berglinsen, braun) und Frankreich (De Puy, grünlich-schwarz sowie Champagne, rötlich-braun). In Indien überwiegen orangefarbene und rote Linsen, die sich beim Kochen zu Brei auflösen. Die krautige Pflanze wird 20 bis 50 Zentimeter hoch. Sie braucht warmes und trockenes Klima. Gehören zu den Hülsenfrüchten.
Geschichte:
Linsen wurden nachweislich schon 6000 v. Chr. in Ägypten und Kleinasien kultiviert.
Verwendung:
Ergeben mit Frischgemüse wie Möhren, Lauch oder Sellerie wohlschmeckende Eintöpfe. Gut als separate Beilage zu Nudeln und Reis. Garzeit je nach Sorte 40 bis 70 Minuten. Die kleinen, schwarzen, aromatischen Beluga-Linsen sind eine besondere Delikatesse.
Konventionelle Produkte:
Der Linsenkäfer, der seine Eier im Frühjahr in die geöffneten Blüten legt, wird durch Begasung bekämpft. Im Anbau kommt Chemie zum Einsatz. Gentechnisch manipuliertes Saatgut kann verwendet werden.
Biologische Produkte:
Im Naturkosthandel haben Linsen ein größeres Gewicht als im Supermarkt. Es werden etwa zehn verschiedene Sorten angeboten. Biobauern mögen Hülsenfrüchte, denn die sind eine gute Alternative zum Kunstdünger: Mit ihren Wurzeln lockern sie den Boden und sammeln Stickstoff aus der Luft. Der Boden wird damit auf natürliche Weise angereichert. Auch beim Anbau geht’s ohne Chemie: Das Saatgut ist nicht gebeizt. Methylbromid zur Schädlingsbekämpfung beim Lagern der Frucht ist tabu, weil dieses Gas auch anderen Lebewesen schaden kann. Stattdessen werden die Schädlingseier mit Hilfe von Überdruck zerstört.
Tip:
Linsen eignen sich, verfeinert mit Kräutern, Sesam oder Zwiebeln hervorragend als Brotaufstrich.